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Auf dem Bauernhof

Für Stadtkinder ist Urlaub am Bauernhof ein tolles Erlebnis. Doch am Bauernhof lauern für Bauernkinder wie für Urlaubskinder einige Gefahren. Kinder, die zum ersten Mal einen Bauernhof erleben, werden ihren Entdeckungsdrang kaum zügeln können. Zuviel Neues und Interessantes gibt es zu erkunden. Blessuren beim Spielen und Herumtoben sind dabei kaum vermeidbar, schwere Unfälle mit landwirtschaftlichen Geräten oder durch Abstürze in Gruben müssen aber verhindert werden.


Kinder sind ständig auf der Suche nach Verstecken. Brunnen, Gruben, Kanäle und Schächte gehören dazu. Die Unfälle an diesen beliebten, aber dennoch gefährlichen Spielplätzen vermeiden verantwortungsvolle Bauern durch Maßnahmen, wie feste Umzäunung der Gruben, die Kinder nicht überklettern können bzw. durch schwere, versperrbare Verschlüsse, mit denen Gruben und andere Erdöffnungen abgedeckt sind. Immer wieder passieren Unfälle, wenn Kinder von Traktoren fallen oder überrollt werden. Häufig verletzen sich Kinder auch an landwirtschaftlichen Geräten, wie Mähdreschern oder Pflugscharen. Der gastgebende Bauer darf Maschinen niemals unbeaufsichtigt laufen lassen und Urlaubskinder nicht auf ungeeigneten Sitzen im Traktor mitnehmen. Bei abgestellten Fahrzeugen muss die Handbremse gezogen sein. Die Fahrzeuge müssen zudem durch Bremsklötze gesichert und Türen (sofern vorhanden) verschlossen sein. Startschlüssel müssen abgezogen sein.

Traktoren

  • Das Überfahrenwerden von Traktoren oder landwirtschaftlichen Maschinen ist bei Kindern im landwirtschaftlichen Bereich die Todesursache Nummer eins.
  • Für Kinder bis zum fünften Lebensjahr ist das Mitfahren am Traktor gesetzlich verboten. Die Erschütterungen des Traktors können schwere Schäden der Wirbelsäule hervorrufen.
  • Mit Zugmaschinen dürfen Kinder unter zwölf Jahren nur befördert werden, wenn Sie das fünfte Lebensjahr vollendet haben und wenn sich die Sitze innerhalb einer geschlossenen Fahrerkabine befinden.
  • Der Sitz muss gepolstert und gefedert sein, sowie Fußrasten, Haltegriffe und eine Lehne aufweisen.
  • Der Fahrer muss sich unmittelbar vor dem Wegfahren vergewissern, dass sich keine Kinder in der Nähe des Traktors aufhalten.

Sicherheitstipps

  • Auf Stalldächern oder Silos haben Kinder nichts zu suchen. Leitern sofort nach Gebrauch wegräumen. Bei fix montierten Siloleitern lassen sich gefährliche Kletterpartien durch Abdecken der unteren Sprossen oder Aushängen des unteren Leiternteils verhindern.
  • Bodenöffnungen, Abwurfluken und erhöhte Arbeitsplätze, z.B. der Heuboden, müssen abgesichert sein. Bei kleineren Öffnungen genügt eine trittsichere Abdeckung, bei großen Öffnungen sind Geländer oder Sicherungsbügel unbedingt empfehlenswert. Auch Güllegruben müssen trittsicher abgedeckt oder eingezäunt sein.
  • Niemals sollen sich Kinder ohne Erwachsene in Werkstätten aufhalten.
    Treppen sollen mit einer Absperrung beim Stiegenzugang versehen sein.
  • Pestizide, Lacke, Lösungsmittel, Reinigungsmittel etc. sind versperrt und in der Originalpackung aufzubewahren.
  • Holz- und Kistenstapel müssen gegen Umfallen gesichert werden. Achtung: Kinder klettern gerne!
  • Den Umgang mit Tieren am Bauernhof lässt man sich von einem erfahrenen Erwachsenen erklären. Viele Unfälle mit Tieren (etwa abgebissene Finger beim Füttern von Pferden) lassen sich leicht verhindern. Die Ställe werden am Besten von Kindern nur unter Aufsicht von Erwachsenen betreten.
  • Nicht immer sind am Bauernhof die elektrischen Leitungen und Steckdosen in einwandfreiem Zustand. Weisen sie gegebenenfalls sowohl den Besitzer, als auch ihre Kinder darauf hin. Die von Kindern erreichbaren Steckdosen müssen mit einer Kindersicherung versehen sein.

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